Schnurers Beiträge

Männerphantasien

14.12.19 | von Dr. Jos Schnurer
„Der Körper ist das Schlachtfeld“ Der Mensch ist Körper und Geist. Ein „beseelter Körper“, das wussten schon die antiken Philosophen, „ist das Vermögende“ (Materie), dessen Aktualität die Seele ist“[1] (R.A.H.King, in: Otfried Höffe, Aristoteles-Lexikon, 2005, S. 525ff). In einer eigenartigen, egozentristischen Weise ist im Bewusstsein der Menschen der eigene Körper different zu anderen menschlichen… weiterlesen

Gläubig

09.11.19 | von Dr. Jos Schnurer
Alle Menschen sind gläubig. Nur muss das nicht zwingend etwas mit Religion zu tun haben. Sogenannte Ungläubige sind letztlich auch Gläubige, nur in einem anderen Sinne. weiterlesen

Sind wir alle Influencer?

07.10.19 | von Dr. Jos Schnurer
Menschen haben schon immer versucht, die eigenen Meinungen und Interessen an andere weiter zu geben, dialogisch und manipulativ, partnerschaftlich und gewaltsam. So gab es „Influencer“ bereits lange bevor der Begriff durch die Erfindung des Internets eingeführt wurde. weiterlesen

Weltuntergang...

12.09.19 | von Dr. Jos Schnurer
„Schauet, wie es euch gehet“ - Die Menschen dürften nicht alles machen, was sie zu können glauben – das ist die neue, ökonomische, ökologische und nachhaltige Einsicht, wenn es um die Frage nach dem Zustand der Welt und der Menschheit geht. weiterlesen

Mahlzeit: Essen hält Leib und Seele zusammen

08.08.19 | von Dr. Jos Schnurer
Mit dem bayrischen Gruß „Mahlzeit“ wird ausgedrückt, dass es langsam Zeit wird, Mittagspause zu machen. Es ist ein Wunsch, der meist nebenbei und ohne besondere Absicht ausgedrückt wird, eher nicht als Aufforderung oder Einladung zum gemeinsamen Essen verstanden. weiterlesen

Homo rituum – der kulturorientierte Mensch

07.07.19 | von Dr. Jos Schnurer
Der Mensch ist vernunftbegabt. Er strebt nach einem guten, gelingenden Leben. Kraft seines Verstandes ist der Mensch in der Lage, durch die Fähigkeit zur Bildung von Allgemeinurteilen zwischen gut und böse, Recht und Unrecht, richtig und falsch unterscheiden zu können. Legen wir diese anthropologische Grundkomponente zur Conditio Humana zugrunde, lässt sich sagen: Der Homo sapiens ist ein Homo moralis und ein Homo eticus. weiterlesen

Menschengemachte Unwahrheiten

13.06.19 | von Dr. Jos Schnurer
Ist die Geschichte der Menschheit immer auch eine Geschichte von Verschwörungen und Fake News?[i] Sind Dystopien einfache, gängige und willkommene Verlautbarungen, weil Wahrheiten immer kompliziert, schwierig und differenziert verstanden werden müssen? Weil Vergangenheitsbewusstsein, Gegenwartskompetenz und Zukunftsperspektiven das starke Denken notwendig machen?[ii]. Weil kritisches Denken weder vom… weiterlesen

Genossenschaft und Solidarität

08.05.19 | von Dr. Jos Schnurer
In den Zeiten von Verunsicherungen, lokalen und globalen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen reagieren die Menschen nicht selten entweder dadurch, dass sie sich egoistisch und materialistisch zurückziehen, „Ego-first“-Einstellungen entwickeln, Vereinfachern und Demagogen nachlaufen, oder nach Gemeinwohl-Konzepten Ausschau halten. Setzen wir uns an dieser Stelle nicht mit den ego-, ethnozentristischen… weiterlesen

Freiheit und Ordnung

02.04.19 | von Dr. Jos Schnurer
Angesichts der aus den Löchern „Ego-, Ethnozentrismus, Nationalismus, Momentanismus, Traditionalismus, Rassismus und Populismus“ kriechenden Kakophonien ist es angebracht, die existentiellen Wertvorstellungen „Freiheit und Ordnung“ auf die individuelle und kollektive, gesellschaftspolitische lokale und globale Waagschale  zu legen. Bereits im philosophischen, antiken Denken wird betont, dass Freiheit… weiterlesen

Meinungsfreiheit und Manipulation

05.03.19 | von Dr. Jos Schnurer
In der „globalen Ethik“ wie die von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 proklamierte „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ bezeichnet wird,  hat die „Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte (als) Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt“  höchste Bedeutung. Die Vision, eine… weiterlesen

Geben ist besser als nehmen. Die Welt ist Allgemeingut

31.01.19 | von Dr. Jos Schnurer
Der anthrôpos, der Mensch, ist ein Lebewesen, das im privaten und gesellschaftlichen Leben großgesinnt und großmütig ist. In der antiken Philosophie des Aristoteles wird „megalopsychia“ als die Tugend bezeichnet, die bei den Seins- und Verhaltenswerten eine übergeordnete Bedeutung zugesprochen wird: „Wer diese Tugend besitzt, konzentriert sich im Bewusstsein des eigenen Wertes auf weniges, aber Bedeutsames,… weiterlesen

Das Individuelle und das Kollektive

17.12.18 | von Dr. Jos Schnurer
Bereits in der antiken griechischen Philosophie wird zum Ausdruck gebracht, dass der anthrôpos, der Mensch, ein individuelles, einzigartiges, unverwechselbares  und unteilbares (atomon) Lebewesen ist, das aber zur Existenz und zur Erfüllung seines Lebenszwecks, nämlich ein gutes, gelingendes, humanes Leben zu führen, die Mitmenschen braucht. Über die Jahrtausende hinweg hat es im philosophischen… weiterlesen

Nicht leichtfertig mit "Heimat" umgehen!

26.11.18 | von Dr. Jos Schnurer
Es muss aufmerksame, verantwortungsbewusste Zeitgenossinen und Zeitgenossen wundern – und beunruhigen – mit welcher Chuzpe und Leichtfertigkeit unsere demokratischen Politiker mit dem Begriff „Heimat“ umgehen! Wenn ihnen auf die Herausforderungen der rechtsradikalen und populistischen Szene in Deutschland, die den rassistischen Heimatbegriff als Markenzeichen ihres nationalistischen , völkischen und… weiterlesen

Chaos, Camouflage oder Care? - Zur Lage der Welt hier und heute

28.10.18 | von Dr. Jos Schnurer
Wohin treibt die Welt? Angesichts der vielfältigen, lokalen und globalen Krisen und Konflikten auf allen Gebieten, die das individuelle und kollektive Leben der Menschen berühren und beeinträchtigen. Zu nennen wären Klimakatastrophen, Finanz- und Wirtschaftskrisen, egoistische, nationalistische, fundamentalistische und populistische Zumutungen und Kakophonien? Und wohin treibt die Welt angesichts der… weiterlesen

Achtsamkeit – ein neues (altes) Zauberwort?

30.07.18 | von Dr. Jos Schnurer
Achtsamkeit in der von Momentanismen, Egozentrismen, Rassismen und Populismen geprägten Welt ist notwendiger denn je, und das individuell und kollektiv, lokal und global! Unter dieses Motto stellt Dr. Jos Schnurer seinen engagierten Beitrag, in dem er einem Trendbegriff auf den Grund geht.  Die Tugend „Achtsamkeit“ wird im anthropologischen, philosophischen, psychologischen und psychoanalytischen  Diskurs… weiterlesen

Was war, was ist, was sein wird!

02.06.18 | von Dr. Jos Schnurer
Erinnerungen und Visionen sind humane Signale des Lebens. In den Zeiten, in denen die Nebelwände des Lebens der Menschen die Sicht versperren, die Zuversicht und Hoffnung eintrüben, dass es gelingen müsse, allen Menschen auf der Erde ein gutes, gelingendes, friedliches und gerechtes Leben zu ermöglichen, ist der Mensch angehalten, seine Vernunft zu gebrauchen. Im anthropologischen, philosophischen… weiterlesen

Einsamkeit: Politisch und gesellschaftlich herausfordernd

29.05.18 | von Dr. Jos Schnurer
Im individuellen und gesellschaftlichen Leben der Menschen gilt Einsamkeit als ein Gefühl und eine Empfindung von Getrenntheit und Abgeschiedenheit von der menschlichen Kommunikation und Zusammengehörigkeit. Es wird etwas vermisst, was als notwendige und erwünschte Eigenschaft zum Menschsein gehört. Das Individuum ist nur als zôon koinônicon in der Lage und fähig, ein gutes, gelingendes Leben zu führen,… weiterlesen

Rabotti oder Ragtime?

18.03.18 | von Dr. Jos Schnurer
In der technisierten, getakteten, ökonomischen Gesellschaft ist Zeit ein kapitalistischer Wert. Der Gegenbegriff dazu drückt sich in der Gedichtstrophe „Alles hat seine Zeit“ aus, und in dem revolutionären Protest: „Meine Zeit gehört mir!“. Die Kontroverse wird auch deutlich, wenn man auf der einen Seite die historische Erfahrung betrachtet, die sich in dem Spruch verdeutlicht: „Wess‘ Brot ich ess‘,… weiterlesen

Solidarität - ein Ziel für Bildung und Aufklärung

03.02.18 | von Dr. Jos Schnurer
Angesichts der scheinbar überwiegenden, egoistischen und populistischen, lokalen und globalen Einstellungen, dass das „Ich“ im Vordergrund stehe und das „Wir“ nur ego- und ethnozentrisch von Bedeutung wäre, klingt es beinahe wie als das „Ewigestrige“, wenn bei dieser Entwicklung die Forderung nach solidarischem Denken und Handeln gestellt wird. Ist es tatsächlich so?  Der Psychoanalytiker Horst Eberhard… weiterlesen

Warum hören Menschen eher den Schwarz- als den Weißmalern zu?

30.10.17 | von Dr. Jos Schnurer
Der Schweizer Schriftsteller und Spiegel-Journalist Guido Mingels hat 2017 ein Buch vorgelegt, in dem er nachzuweisen versucht, dass es uns trotz der deutlichen, globalen Unsicherheiten, trotz Kriegen, Volkskrankheiten, Hunger, Umwelt- und Naturkatastrophen immer besser geht[1]. In seinem Essay „Sagen, was gut ist“, argumentiert er gegen den grassierenden Pessimismus bei den Menschen an und zeigt auf,… weiterlesen

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